Hundertwasser

Friedensreich Hundertwasser-Schule

Auf der Suche nach einem sinngebenden Namen wurde unsere Schule – die bis dahin „Sonderpädagogisches Förderzentrum Würzburg“ hieß – durch verschiedene Projekte, besonders im Kunstunterricht, auf den Künstler Friedensreich Hundertwasser und seine Ideen und Aussagen aufmerksam.
Seinem Wunsch entsprechend, für ein Leben und Wohnen in Harmonie mit der Natur und im Sinne „menschenwürdiger“ und individueller Selbstbestimmung, verlieh Hundertwasser einer Vielzahl architektonischer Gestaltungen Ausdruck. Auch einige Schulen und Kindertagesstätten wurden nach ihm benannt. Dadurch inspiriert, wollte die Schulfamilie unserer Schule den Namen des Künstlers Friedenreich Hundertwasser geben.
Seine Idee war (…) eine bewusst gestaltete Lernumgebung, eine Schule (Haus und Gelände) als Lebensraum, der „voll ist von glücklichen“ Räumen, die notwendig sind, um die Kinderseele zu erfreuen und zu fördern, voll von intensiven Erlebnissen und einer Unendlichkeit die Zeit haben, Zeit geben und schenken, die Individualität und die persönliche Entwicklung zu fördern und so die Identität des Kindes verstärken“ (E. Warlamis, S.136 in: Warlamis, Geheimnis Hundertwasser, 2001)
Dieser Idee wollen auch wir gerecht werden, indem wir in der gemeinsamen Gestaltung des Schulgebäudes unsere Ganztagsschulemit Leben erfüllen und der Individualität unserer Schüler Sorge tragen. Die Friedensreich Hundertwasser – Schule soll ein Lebens-, Lern- und Erfahrungsraum sein, in dem alle Beteiligten engagiert und motiviert ihre unterschiedlichen Biographien einbringen und respektvoll miteinander und mit der Umwelt umgehen. Gemeinschaftlich wollen wir die sozialen, religiösen und ethnischen Grenzen überwinden. Im Sinne Hundertwassers begleiten wir unsere Kinder und Jugendlichen auf ihrem Weg, Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen und ihren Lebensraum selbstbestimmt zu gestalten.

Insbesonders bedanken wir uns für die außerordentlich kooperative Zusammenarbeit mit der Hundertwasser – Stiftung in Wien. Ebenso für die vielen fruchtbaren, künstlerischen Anregungen und Gespräche mit dem Stiftungsvorsitzenden Herrn Joram Harel und seiner Mitarbeiterin, Frau Dr. Andrea Fürst.